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Bericht zum Winterfeldt-Preis 2011

Vier junge Wissenschaftler stellten sich an zwei Terminen im Juni 2011 der Herausforderung ihre wissenschaftliche Arbeit in kurzen, unterhaltsamen und informativen Präsentationen vorzustellen. Jeder der Vorträge stand zur Abstimmung,  durch eine Jury, die sich aus Professoren der verschiedenen Fachrichtungen und dem JCF / JLC zusammensetzte, weiterhin konnte auch das Publikum die Vorträge bewerten. Neben fachlichen Inhalten sollte besonders auch die Vortragsweise bei der Bewertung berücksichtigt werden. Ziel dieser Veranstaltung ist es, jungen Nachwuchswissenschaftlern eine Möglichkeit zu geben ihre Arbeiten einem fachlich interessierten Publikum zu präsentieren.

Am 7. Juni stellte Gesa-Maria Brockmeier die im Rahmen ihrer Bachelorarbeit erarbeiteten Ergebnisse zum Thema „Analyse und Funktion von mikroRNA in Cancer“ vor. Hierbei konnte gezeigt werden, dass die Detektion sehr kurzer RNA-Fragmente mittels DNA-Chips möglich ist. Mittels etablierter Verfahren ist so eine Analyse von mikroRNA einfach und ökonomisch realisierbar.

 Im zweiten Vortrag mit dem Titel „Ein Herz für Hydrogele“ stellte Andreas Krause Ergebnisse vor, die im Rahmen seiner Dissertation erhalten wurden. Dabei geht es in erster Linie um die Synthese von Biopolymeren, die in der medizinischen Forschung als Gerüste für Gewebe oder ganze Organe dienen können. Weiterhin können die Eigenschaften des Materials über chemische Funktionalisierungen gesteuert und lebende Zellen im Polymerisationsprozess direkt mit eingebaut werden.

Der zweite Teil der Vortragsreihe wurde am 14. Juni mit einer Präsentation unter dem Titel „Von kurzen Bindungen und schalenförmigen Molekülen“ begonnen. Die zugrunde liegenden Resultate gehen auf die Promotionsarbeiten von Georgios Markopolous zurück. Darin wird die Synthese organischer Strukturen mit extrem kurzen C-C-Einfachbindungen beschrieben. Im Rahmen seiner Arbeit konnten wichtige Zwischenstufen auf dem Weg zur Synthese von Tribenzotriquinacen-Derivaten dargestellt und charakterisiert werden.

Der letzte Vortrag behandelte die Darstellung kohlenhydratbasierter Liganden für die asymmetrische, Rhodium-katalysierte Addition von Boronsäuren an Olefine. Holger Grugel konnte dabei zeigen, dass in wenigen Stufen, ausgehend von einfachen Monosacchariden, chirale Olefinliganden erhalten werden können, welche für die Hayashi-Miyaura Reaktion verwendet werden können. Weiterhin lassen sich sowohl die (S)- als auch die (R)-Enantiomere der Liganden gewinnen, wodurch die gebildete Stereochemie frei gewählt werden kann.

Im Anschluss an die letzten Vorträge fand dann ein gemeinsames Grillen mit allen Beteiligten und Gästen statt. Neben leckerem Essen und Trinken bot sich dabei auch die Möglichkeit mit den Vortragenden und den beteiligten Professoren ins Gespräch zu kommen. Im Verlaufe des Abends wurde dann auch der Gewinner des Winterfeldtpreises bekannt gegeben. Der mit einem Wert von 500 € in Form fachbezogener Leistungen dotierte Preis ging dieses Jahr an Holger Grugel. Einen herzlichen Glückwunsch von uns noch mal an dieser Stelle.

Abschließend bedanken wir uns vom JCF/JLC besonders Professor Winterfeldt für seine finanzielle und moralische Unterstützung bei der Initiierung dieses Preises, bei Prof. Scheper und Prof. Renz, die uns ebenfalls als Juroren unterstützt haben, bei allen Teilnehmern, die uns mit unterhaltsamen Vorträgen ihr Forschungsarbeit vorgestellt haben und natürlich bei dem tollen Publikum, ohne dass die Veranstaltung nur halb so viel Spaß gemacht hätte.

Und für alle die den Abend ein weiteres Mal Revue passieren lassen möchten, haben wir auf unserer Homepage ein paar Fotos zusammengestellt.

Nach diesem erfolgreichen Start hoffen wir natürlich auf eine mindestens ebenso rege Beteiligung im nächsten Jahr. Informationen dazu gibt es rechtzeitig auf www.jcf.uni‑hannover.de. Wir freuen uns auf eure Ideen und Vorträge. Bis nächstes Jahr!